Besucherinformationen

BE­SUCHER­IN­FOR­MA­TION

3G-Regel für Ihren Be­such

In der cubus kunsthalle gilt die 3G-Regel (geimpft, ge­ne­sen, getestet). Bitte hal­ten Sie ei­nen Nach­weis über eine Imp­fung, eine zurück­lie­gende Erkrankung oder ein neg­a­tives Testergeb­nis sowie ein gültiges Ausweis­doku­ment bere­it. Das Testergeb­nis eines An­ti­gen-Sch­nell­tests darf max. 24 Stun­den oder das eines PCR-Tests max. 48 Stun­den zurück­lie­gen.

Aus­nah­men:

Kin­der und Ju­gendliche bis ein­sch­ließlich 17 Jahren benöti­gen kei­nen Nach­weis. Sie sind voll­ständig geimpften und ge­ne­se­nen Per­so­n­en gleichgestellt.

Schüler*in­nen ab 18 Jahren gel­ten als getestet. Bitte hal­ten Sie die Schulbeschei­ni­gung bere­it. Schüler*in­nen ab 18 Jahren, die aus medizinischen Grün­den nicht geimpft wer­den kön­nen, müssen neben einem ärztlichen Attest eben­falls die Schulbeschei­ni­gung vor­le­gen.

Erwach­sene, die aus medizinischen Grün­den nicht geimpft wer­den kön­nen, müssen neben einem ärztlichen Attest ei­nen neg­a­tiv­en An­ti­gen-Sch­nell­test vor­le­gen (max. 24 Stun­den alt).

Es gel­ten weit­er­hin die Maskenpflicht, Ab­s­tands- und Hy­gieneregelun­gen der Coro­na-Schutzverord­nung des Lan­des NRW.

Einzeltermin: 08.03.2022 I 14-18 h I „Frauen zeigen Gesicht“: Mauga Houba – Hausherr (Portraitmalerei) & Petra Müller (Portraitfotografie)

Madrigal – Lesung mit Musik I Gudrun Heyens

* Madrigal * – Lesung mit Musik

Gudrun Heyens liest aus ihrem Roman

am 30.1.2022 um 15 h

Preis: 5 €

2G+ Reglung

Der Roman Madrigal von Gudrun Heyens ist über das Genre des Historischen Romans hinaus authentische (Musik-)Geschichte.

Ferrara 1580. Im Wettstreit der norditalienischen Fürstenhöfe um die brillantesten Dichter und Musiker ihrer Zeit, ziehen Herzog Alfonso II. d `Este und seine Gemahlin, die blutjunge Duchessa Margherita Gonzaga mit einer Aufsehen erregenden Neuheit alle Blicke auf sich: Sie stellen drei junge Sängerinnen ein, die als das Ensemble Concerto delle Donne große Berühmtheit erlangen sollen. Sie bereichern das höfische Leben im Castello nicht nur mit ihren zauberhaften Madrigalen, mit ihnen halten Eitelkeit und Eifersucht, Intrigen und Affären Einzug, denn vor allem sind sie auch Geliebte, Gemahlinnen, Mütter und Konkurrentinnen.

Gudrun Heyens stellt dem historisch verbürgten Personal die junge Costanza zur Seite.  Als einfache Hofdame der Sängerin Laura Peverara kommt sie nach Ferrara, doch ihre Herkunft umwölkt ein skandalöses Geheimnis. Im Schatten der Duchessa sucht Costanza nach ihrer wahren Identität und erfährt Leidenschaft, Schmerz und Verlust, aber auch die unverhoffte Erfüllung eines Lebens jenseits des schönen Scheins.

Eine Geschichte der Selbstfindung inmitten der Prachtentfaltung eines Fürstenhofes der Spätrenaissance mit seinen glanzvollen Festen, Konzerten, Balletten und atemberaubenden Maskenaufzügen.

 

Die Autorin – Gudrun Heyens

Gudrun Heyens wurde 1950 in Duisburg geboren.Nach ihrer Lehrtätigkeit als Professorin für Alte Musik an der Universität der Künste in Essen veröffentlichte sie zwei Romane und mehrere Bände mit Erzählungen.

Madrigal ist ihr dritter Roman.

Gudrun Heyens lebt mit ihrem Mann und der Katze Abigail in Duisburg.

Musik macht sie nur noch mit ihren vier Enkelkindern.

Anmeldung bitte unter info@cubus-kunsthalle.de

Friedrich-Wilhelm-Str. 64

47051 Duisburg in Kantpark

Mauga Houba-Hausherr und ihr Projekt für eine Ausstellung zum 100. Weltfrauentag im Jahr 2022

PROJEKT: 

Am 03.09.21 ist Mauga im cubusGarten und setzt ihre Portraitreihe (Tuschemalerei) für eine Ausstellung zum 100. Weltfrauentag im  Jahr 2022  fort. Die Malaktion nahm im Rahmen der CAG Kunstvitrine im Botanischen Garten in Duisburg Duissern in Duisburg mit Bärbel Bas ihren Anfang. Einige dort entstandenen Portraits, sind in der cubus kunsthalle bereits zu sehen.

Wir freuen uns darauf!

Mauga Houba-Hausherr

1963 geboren in Katowice / Polen

1973 – 1977 Besuch der staatl. Jugendkunstschule zu Opole (PL) mit regelmäßigen Symposien

1977 – 1982 Lyzeum für Bildende Kunst, Opole

1982/ 83 Staatliches Kultur- und Bildungsinstitut Opole (FB Theaterwissenschaften/ Bühnenbild)

1992 Abschluss eines Studiums an der Hochschule Niederrhein als Diplom-Designerin (Prof. Zeiser, Prof. Albrecht, Prof. Dohr) seit

seit 2002 selbständige, freiberufliche Künstlerin

Mauga, lebt und arbeitet in Krefeld und ist Mitglied in einigen Künstlervertretungen u.a. BBK Düsseldorf, Verein Düsseldorfer Künstlerinnen, GEDOK Köln, Krefelder Kulturrat, Krefelder Kunstverein, Freie Duisburger Künstler e.V., Frauenkulturbüro NRW.

Sie arbeitet in zahlreichen Projekten. „Frauen zeigen Gesicht“ ist eins unter weiteren. Das Projekt konzentriert sich zum Einen auf Migrantinnen und ihre individuellen Geschichten und zum anderen auf eine Ausstellung, die zum 100. Weltfrauentag, die im nächsten Jahr von dem Verein Düsseldorfer Künstlerinnen veranstaltet wird. Neben Portraitmalerei im Botanischen Garten, auf Einladung von Claudia A. Grundei, wird Mauga am 3.9.2021 im cubusGarten hinter der cubus kunsthalle, duisburg Duisburgerinnen für das letztgenannte Ausstellungsprojekt portraitieren.

Ihre reduzierten schwarz-weißen Tuschezeichnungen zeigen die dargestellten Frauengesichter im Großformat und allesamt frontal blickend. Sie vermittelten durch ihre imposante Größe Selbstvertrauen und ihre Gesichter erzählen individuelle Geschichten verbunden mit je einem thematischen Statement, das Teil einer immer noch andauernden Frauenemanzipation zu sehen ist. Die auf das Wesentliche beschränkte Darstellungsart unterstreicht die Message. Die Gesichter blicken den Betrachter in der kommenden Ausstellung an, ohne zu werten, ohne anzuklagen. Sie werfen ihn auf sich selbst zurück, ähnlich der Funktion eines Spiegels, indem er sich selbst in dem Gefüge der Emazipation als Teil erkennt, während er sich im Gegenüber spiegelt.

Mehr zum Integrationsprojekt:

https://kirchenzeitung-aachen.de/…/Frauen-zeigen-Gesicht/

Kunstmarkt 2021: Über 60 Künstler zeigen aktuelle Arbeiten + Nico Pachali & Orpheo Winter: BASIC SPLITS I 4.12.21 bis 27.02.22 I

Multispecies futures: Hartmut Kiewert & Roger Löcherbach ab 25.09.21 – 28.11.21 I Eintritt frei

Ausstellungseröffnung: 25.09.2021 ab 19 Uhr – Eintritt frei –

Mit der Ausstellung multispecies futures setzt die cubus kunsthalle, duisburg Ihre Themenreihe Kunst im Anthropozän fort. Mit Anthropozän wird seit einiger Zeit unser jüngst angebrochenes Zeitalter definiert. Der durch die Geologie eingeführte Begriff bezieht sich auf eine neue Epoche der Weltgeschichte, der mit den zahlreichen durch Menschen hervorgerufenen Auswirkungen auf das Weltgeschehen notwendig geworden ist. Keine Entwicklung hat unsere Erde so eingehend transformiert, wie die menschliche. Die Renaturierung von Kohlehalden, um die es im ersten Ausstellungsprojekt ReNatur 31.7.-5.9.2021 ging, also der Renaturierung von Hinterlassenschaften unserer Industrialisierung, ist dabei nur ein kleines Element in Anbetracht von weiteren naturvernichtenden profit- und genussorientierten Entwicklungen und diverser menschlichen Fortschrittsgedanken. Auswirkungen der jüngsten Menschheitsentwicklung seit der Industrialisierung sind z.B. die Übersäuerung der Ozeane sowie das Artensterben, die Artenwanderung, die Verdrängung natürlicher Vegetation durch landwirtschaftliche Monokulturen, die Industrialisierung der Fleischproduktion, die Kohlendioxidkonzentration, um nur einige zu nennen. Auch die Ausbreitung von Krankheitserregern wird als Beispiel für die Transformation des Planeten durch den Menschen im Anthropozän angeführt. Sie wird gefördert durch zivilisationsbedingte Übertragungswege – eine leichtere Übertragung und auf den Menschen (Zoonose) infolge menschenbedingter Veränderungen von Ökosystemen sowie eine beschleunigte globale Ausbreitung durch Langstreckenflugreisen. Von einer dramatischen Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die aktuelle COVID-19-Pandemie.

Warum beziehen wir uns darauf? Vom kunstwissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, sehen wir durch die über 250 im Hause der cubus kunsthalle veranstalteten Ausstellungen, rückblickend auf über 30 Jahre, dass sich künstlerische Inhalte mehr und mehr wandeln. Künstler beziehen sich zunehmend auf die Themen Umwelt und Natur, sind fokussierter, stringenter und konzentrierter in der Entwicklung künstlerischer Perspektiven auf die aktuellen Probleme unseres Planeten. Dies mag vermutlich eng mit den zunehmenden Kenntnissen und Auswirkungen über die Zusammenhänge im Anthropozän und dem Bewusstsein der Künstler darüber zusammenhängen.

Die aktuelle Ausstellung in dieser Reihe zeigt unter dem Titel multispecies futures Arbeiten von Hartmut Kiewert und Roger Löcherbach, die sich Fragen zur Beziehung zwischen Mensch und Tier als besonderes Thema der Zukunft stellen. Die massive Ausbeutung von Natur und Tieren stellt zunehmend auch das Überleben von uns Menschen in Frage, wie die jüngsten Flut- und Brandkatastrophen weltweit zeigen. Um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu verhindern, ist eine Abkehr vom Anthropozentrismus und der mit ihm einhergehenden radikalen Naturbeherrschung nötig. Wir stehen nicht über der Natur, sondern sind ein Teil und abhängig von ihr. Wie wir uns innerhalb alles Lebendigen neu verorten und einen behutsamen und respektvollen Umgang mit unserer Mitwelt und unseren Mitlebewesen finden könnten, lotet die Ausstellung Multispecies Futures mit Malereien von Hartmut Kiwert und Skulpturen von Roger Löcherbach aus. Multispecies Futures lädt ein, über die Verbundenheit alles Lebendigen nachzudenken und sich auf den Weg zu machen in eine Zukunft in der alle Spezies Berücksichtigung finden und in der wir ihnen auf Augenhöhe begegnen.

Hartmut Kiewert, geboren 1980 in Koblenz, interessiert sich für eine gleichberechtigte Koexistenz von Tier und Mensch. Seine Malerei zeigt eine entgrenzte Welt. Grenzen zwischen den herrschaftlich geordneten Lebensräumen von Tier und Mensch gibt es nicht mehr. Die Tiere bevölkern in utopisch unbeschwerter Weise den vom Menschen geschaffenen Zivilisationsraum. Die Buntheit der zivilisatorischen Begleitphänomene der dargestellten Menschen übertönt dezent die Naturfarbigkeit der Mitgeschöpfe – auf den zweiten Blick werden die befreiten Tiere erst deutlich. Die so selbstverständlich inszenierten Begegnungen der Bilder müssen beim Betrachten erst zusammenfinden. Hartmut Kiewert findet nach dem Studium an der Kunsthochschule Halle (Burg Giebichenstein) und an der TU in Berlin eine ganz persönliche, respektvolle Perspektive auf das Zusammenleben von Tier und Mensch, jenseits von marktwirtschaftlichen Bewertungsmaximen, die er in gekonnter Weise veranschaulicht.

Roger Löcherbach, 1963 geboren in Kirchen im Westerwald arbeitet als Bildhauer. Ihn interessieren aktuelle Themen der menschlichen Co-Existenz mit Tieren. In den letzten Jahren spielen dabei Themen des Tagesgeschehens, und dem Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt eine besondere Rolle.  Dabei thematisiert er immer wieder auch Tiere und Tiergruppen. Figurengruppen wie die drei Virologen oder Greta Thunberg umgeben von einer Gruppe Hühnern, und Rabenvögel sowie Wölfe reflektieren unseren Umgang mit Tieren der Massenhaltung und den sich wieder ansiedelnden Wildtieren. Roger Löcherbach bearbeitet unterschiedliche Holzstämme zunächst mit der Kettensäge und dann händisch. Der rustikale Eindruck, der mittels seiner rudimentären Technik entsteht, räumt der Materialität des Holzes einen großen Stellenwert innerhalb seiner künstlerischen Bearbeitung ein. Die oft als Außenarbeit konzipierten Stämme werden nach ihrer künstlerischen Bearbeitung wieder der Natur zugeführt und infolge der Witterung ihrer Auflösung und Auslöschung preisgegeben. Sie beinhalten von Anfang an ihre Vergänglichkeit und ihren Zerfall und dienen nicht selten in ihrem Auflösungsprozess zahlreichen Insekten und Wildbienen als Heim-, Brut und Schlüpfstätte. Löcherbach studiert Kunst und Latein an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und an der Kunstakademie in Münster. Er macht sein Examen im Fach Bildhauerei bei Prof. Ansgar Nierhoff an der Universität Mainz. Seit 1998 arbeitet er freischaffend als Bildhauer in Essen und Duisburg.

 

Universum der Meere: Ralf Köppen ab 11.9.21 – 19.09.2021 I Eintritt frei

Ausstellungseröffnung: 10.09.2021 um 18 Uhr 

Universum der Meere

 Ralf Köppen

 

Mit der Ausstellung Universum der Meere setzt die cubus kunsthalle, duisburg Ihre Themenreihe Kunst im Anthropozän fort. Mit Anthropozän wird seit einiger Zeit unser jüngst angebrochenes Zeitalter definiert. Der durch die Geologie eingeführte Begriff bezieht sich auf eine neue Epoche der Weltgeschichte, der mit den zahlreichen durch Menschen hervorgerufenen Auswirkungen auf das Weltgeschehen notwendig geworden ist. Keine Entwicklung hat unsere Erde so eingehend transformiert, wie die menschliche. Auswirkungen der jüngsten Menschheitsentwicklung seit der Industrialisierung sind z.B. die Übersäuerung der Ozeane sowie das Artensterben, die Artenwanderung, die Verdrängung natürlicher Vegetation durch landwirtschaftliche Monokulturen, die Industrialisierung der Fleischproduktion, die Kohlendioxidkonzentration, um nur einige zu nennen. Auch die Ausbreitung von Krankheitserregern wird als Beispiel für die Transformation des Planeten durch den Menschen im Anthropozän angeführt. Sie wird gefördert durch zivilisationsbedingte Übertragungswege – eine leichtere Übertragung und auf den Menschen (Zoonose) infolge menschenbedingter Veränderungen von Ökosystemen sowie eine beschleunigte globale Ausbreitung durch Langstreckenflugreisen. Von einer dramatischen Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die aktuelle COVID-19-Pandemie.

In jüngster Zeit ist zu beobachten, dass die Umwelt gerade bei den Künstlern eine immer wichtigere thematische Rolle spielt. Manche Kunsthistoriker sprechen schon von einer Umweltkunst, um dieser Entwicklung einen Namen zu geben.  Künstler beziehen sich zunehmend auf die Themen Umwelt und Natur, sind fokussierter, stringenter und konzentrierter in der Entwicklung künstlerischer Perspektiven auf die aktuellen Probleme unseres Planeten. Dies mag vermutlich eng mit den zunehmenden Kenntnissen und Auswirkungen über die Zusammenhänge im Anthropozän und dem Bewusstsein der Künstler darüber zusammenhängen.

Mit dieser Intermezzo Ausstellung Universum der Meere geben wir dem Künstler Ralf Köppen in einem nach außen durch Schaufenster zum Kantpark geöffneten Raum, Gelegenheit seine Lichtobjekte vorzustellen, die im Rahmen eines Stipendiumprogramms des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW entstanden sind.

 

Ralf Köppen arbeitet seit 2010 schwerpunktmäßig mit mediterranem Strandgut. Grundlage hierfür ist ein mehrjähriger Aufenthalt auf Mallorca/Spanien.

Das Universum der Meere vereint eine Vielzahl von unterschiedlichen Muscheln und Schneckenhäusern sowie weiteren Naturelementen. Sie in dieser Form zu Lichtplastiken zu gestalten und im Licht erstrahlen zu lassen, verleiht dem Künstler ein Alleinstellungsmerkmal in der Kunstwelt.

Seine Werke, bestehen aus unzähligen von ihm selbst gesammelten Muscheln der zahlreichen Strände Mallorcas. Strandgut, das wir alle kennen und das uns alle schon einmal in die Versuchung gebracht hat, es einzusammeln. Zumindest als wir Kinder waren. Das Sammeln, mit dem die Kultur der menschlichen Entwicklung einher geht, ist hier Grundlage der Werke. Jede Muschel ist in ihrer Form und Farbigkeit anders und zeigt die enorme Vielfalt und Differenziertheit der Natur, wie sie in den Ozeanen und Meeren zu finden ist. Dies impliziert neben dieser natürlichen Prächtigkeit und Formenvielfalt jedoch auch die Fragilität unseres Ökosystems. Übersäuerung und Verschmutzung der Meere durch Giftstoffe, Mikroplastik und sonstige Abfälle zeigen die Verantwortungslosigkeit des Menschen im Anthropozän und drohen dieses Universum aus dem Gleichgewicht zu bringen und zu zerstören. Dass damit gleichzeitig auch die Existenz des Menschen auf dem Spiel steht, zeigt die Paradoxie, in der wir gerade leben. Diese klaren Botschaften sind den Arbeiten, neben ihrer ästhetischen Präsenz, gleichsam zu entnehmen.

Arbeiten wie, Gier, die zwischen 2011 und 2014 in Palma entstanden, verdeutlichen die politisch und sozialkritische künstlerische Aussage. Die Arbeit zeigt einen Globus deren Wasserflächen von Krabbenscheren bedeckt ist, die sich wie Krebsgeschwüre, über unsere Welt erstreckt.

Köppen stellt die Schönheit und Vielfalt der Natur in den Vordergrund seiner Objekte und verbindet sie mit moderner Lichttechnik. Durch das direkte Anstrahlen und gleichsam die Durchdringung der Lichtstrahlen der Muschelgehäuse entsteht ein faszinierendes Lichtspiel aus Reflexionen und Beleuchtung, das durch unterschiedliches Farblicht zu einem beeindruckenden, mitreißenden und atemberaubenden Erlebnis wird.

 

Ralf Köppen betreut seine Ausstellung und Lichtinszenierungen selbst vor Ort und steht interessierten Besuchern während der Ausstellungsdauer di-so von 14-20h für Fragen und Gespräche zur Verfügung.