Das
Gemalte bekommt Tiefe
Hugo Boguslawski, Matthias
Brock, Min Clara Kim und Elisabeth Weckes
waren in der Malklasse von Prof. Hermann-Josef Kuhna. Ihr Stil
überrascht, weil ihr Lehrer eine abstrakte Art
geprägt hat. Am nächsten
kommt ihm Hugo Boguslawski, der auf seinen Leinwänden
Strukturen zeigt.
Diese bestehen etwa aus übereinander liegenden
Blättern. So bekommt das
Gemalte Tiefe. „Die Spannungen zwischen den Blättern
sind mit den
zwischenmenschlichen Spannungen vergleichbar”,
erklärt der Düsseldorfer
Maler.
Min Clara Kim
fokussiert sich auf Menschen. Wer vor dem Bild
„Schwelle”
steht, bei dem ein Mädchen sich bis zur Hüfte im
Wasser befindet und
den Ausblick genießt, kann sich in die Situation
hineinversetzen. „Die
Geschichte kann jeder für sich weiterdenken”, sagt
sie. Das Bild ist
entstanden, als sie 40 Jahre alt wurde. Es war ihre
persönliche
Schwelle. Es kann als Schlussstrich oder Neubeginn interpretiert
werden.
Von der
Natur inspiriert
Matthias Brock und
Elisabeth Weckes lassen sich von der Natur
inspirieren. Weckes gibt ihren Stillleben, einem geschälten
Apfel
beispielsweise, ein fast schon technisch-strukturiertes Innenleben. Von
außen sieht das Obst aus wie jedes andere, innen offenbaren
sich fast
schon surreale Welten. Satte Farben bilden dazu einen Kontrast.
„Anders
als bei uns arbeiten die beiden mit Modellen und malen diese in
verschiedenen Stadien”, weiß Min Clara Kim. So hat
Matthias Brock einen
Pfirsich so echt gemalt, dass man die pelzige Haut beinahe
fühlen kann.
Er lässt die Früchte bewusst gammeln, um diesen
Zustand abzubilden.
Am Freitag, 21.
August, wird die Gesamtschau der vier Künstler in der cubus Kunsthalle
eröffnet. Zu sehen sind die Bilder bis zum 27.
September.
19.08.2009 | WAZ Duisburg (Fabienne Piepiora)