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Duisburg (RP) Viele Menschen haben schon einmal eine
gesprayte Banane an einem Museum oder einer Galerie gesehen. Hier in
Duisburg ist auch das Haus in Ruhrort mit der Bananen-Fassade bekannt.
Jetzt ist in der cubus-kunsthalle im Kantpark (an der
Friedrich-Wilhelm-Straße 64) noch bis zum 14. März eine
Einzelausstellung mit etwa 40 Werken des 1960 in Rheinberg geborenen
Thomas Baumgärtel zu sehen, der mit dem Namen "Bananensprayer" signiert.
Seit über 20 Jahren ist die wichtigste Aktion seiner
hintergründig-humorigen Irritation die kostenlose "Auszeichnung guter
Kunstorte" mit einer gesprayten Banane. Museen und Galerien könnten sich
auch wieder disqualifizieren, etwa durch schlechten Umgang mit
Künstlern oder mit schlechten Ausstellungen, erklärte Baumgärtel gestern
gegenüber der Presse: Dann bekommen sie von ihm eine explodierende
Banane gesprayt.
2001 realisierte
der "Bananensprayer" ein Fassaden-Wandbild in Ruhrort, an der Karlstraße
28, dem Firmenhaus des renommierten Malermeisters und Kunstsammlers
Dieter Siegel. Die Kulturhaupstadt Ruhr 2010 lehnte Baumgärtels Projekt
"100 Bananen für das Ruhrgebiet" ab, so kam es zu der Werkschau jetzt
bei cubus. Inzwischen nimmt Baumgärtels Banane auch die Form von Logos
und anderen Ikonen an, zum Beispiel als Friedenstaube oder Bundesadler.
Der Titel der Ausstellung "Phoenix aus der Asche" kommt von Baumgärtels
Projekt, auf einem stillgelegten Hochofen auf dem Gelände Phoenix-West
in Dortmund in 65 Meter Höhe eine gigantische Stahl-Banane zu errichten.
Das Ruhrgebiet (mit dem Symbol "Hochofen") und die
Kunst (Symbol "Banane") sollen eine fruchtbare Verbindung eingehen. Die
Kosten werden auf eine Viertelmillion Euro geschätzt. Für 1000 Euro kann
man Pate werden, dafür bekommt man eine Patenschaftsurkunde
"Ruhrbanane", ein vom Künstler handgesprühtes Leinwandbild
"Phoenix-Banane", den Eintrag auf der Projekt-Homepage und im
Ruhr-Kunstorte-Führer sowie Einladungen zu Events zum Projekt.
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