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Mit einem spektakulären Antrag geht die CDU-Fraktion Donnerstagnachmittag in den Kulturausschuss: Die Verwaltung soll prüfen, ob man die Gebäude der cubus-Kunsthalle und des von ihr untervermieteten Café Museums aufgeben und anschließend vermarkten kann, um mit dem auf diese Weise eingenommenen Geld eine neue cubus-Kunsthalle zu errichten.
Diese neue cubus-Kunsthalle könnte, so die Vorstellung der CDU, eine
feste Ausstellungsmöglichkeit für die Duisburger Künstlerschaft werden.
Frank Heidenreich, Sprecher der CDU-Fraktion im Kulturausschuss und
seine Stellvertreterin Sabine Volk-Cuypers hoffen, dass die freie
Kunstszene von der Vermarktung der cubus-Gebäude (das ehemalige
Niederrheinische Museum) profitieren kann, ohne dass der städtische
Haushalt belastet wird. Das Grundstück im Kantpark, in unmittelbarer
Nähe zum Lehmbruck-Museum, zum Museum DKM und zum Hauptbahnhof, ist nach
Einschätzung Heidenreichs überaus attraktiv.
Die neue cubus-Kunstalle könnte am Innenhafen angesiedelt werden und
sich in den Masterplan von Stadtplaner Norman Foster einfügen. Er könne
sich aber auch vorstellen, dass ein Hotelier Interesse daran hat, in
seinem Gebäude die "neue cubus-Kunsthalle" zu integrieren. Darüber
hinaus sei Gastronomie im Kantpark erwünscht. Das Café Museum solle nur
ersetzt werden. Die Aufgabe der cubus-Gebäude sei nicht zuletzt in
Hinblick auf deren Zustand sinnvoll. Die cubus-Kunsthalle könne nur in
Ausstellungen investieren, nicht in die Gebäude, die allmählich
"unansehnlich" würden.
Zur gegenwärtigen Diskussion ums Filmforum meinten Heidenreich und
Sabine Volk-Cuypers, dass die Entscheidung der Bezirksregierung
vorauszusehen war und dass der Duisburger Kämmerer kaum eine andere Wahl
habe, als den Betrag für die Verlustausgleichszahlung zu halbieren. Der
SPD warf Heidenreich vor, nach dem Motto "Wünsch dir was" zu verfahren.
Die CDU hofft nun auf weitere Gespräche mit dem Land und auf mögliche
Sponsoren. "Auch wir möchten das Filmforum erhalten", hieß es gestern.
Bei der Kulturzentrale HundertMeister hofft die CDU, dass sich bald ein
Pächter für die Gastronomie findet. Mit den fixen Pachteinnahmen soll
das Kulturprogramm mitfinanziert werden. Langfristig solle die
Einrichtung ohne nennenswerte Zuschüsse durch die Stadt überleben
können.
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